Rassisch / ethno-national
Jüdischsein als ererbte Essenz umgestaltet
Rassenantisemitismus verwandelte die jüdische Identität eher in Abstammung, Blut oder Nationalität als in Glauben.
Kerngedanke
Diese moderne Form besagte, dass Juden nicht einfach konvertieren, assimilieren oder gleichberechtigte Bürger werden könnten, weil Jüdischsein als dauerhafter biologischer oder ethnischer Unterschied behandelt würde.
Hauptmuster
Der wiederkehrende Schritt ist die Naturalisierung: Soziale Mythen werden zu Behauptungen über Vererbung, Reinheit, Schicksal und die Gesundheit der Nation.
Historischer Überblick
Die Rassenwissenschaft, der Nationalismus und die imperiale Klassifizierung des 19. Jahrhunderts gaben älteren antijüdischen Ideen eine neue Sprache der Rasse und des nationalen Kampfes.
Moderner Nachhall
Weiße supremacistische und ethnonationalistische Bewegungen verwenden immer noch diesen Rahmen, wenn sie Juden als Außenseiter beschreiben, die Einwanderung, Liberalismus oder demografischen Wandel steuern.