Nötigung, die den Verdacht selten beendete
Durch die Zwangskonvertierung wurden Juden unter Druck gesetzt, das öffentliche jüdische Leben aufzugeben, wobei oft der Verdacht einer verborgenen Identität gewahrt blieb.
Kerngedanke
Bei der erzwungenen Konvertierung wurde die jüdische Andersartigkeit als ein Problem betrachtet, das es zu beseitigen galt. Dennoch könnte der Konvertit verdächtig bleiben, da sich die Anschuldigung vom Glauben auf Aufrichtigkeit, Abstammung oder geheime Loyalität verlagerte.
Hauptmuster
Assimilation wird gefordert und dann für unvollständig erklärt. Der Zielperson wird gesagt, sie solle als Jude verschwinden, sie stellt sich sich aber immer noch als Jude vor, wenn die Schuld nötig ist.
Historischer Überblick
Das spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Iberia erzeugte neben inquisitorischer Kontrolle und Reinheitsdenken ein intensives Misstrauen gegenüber Conversos.
Moderner Nachhall
Moderne Forderungen nach absoluter Verleugnung können dieses Muster wiederholen, wenn von Juden verlangt wird, Loyalität auf eine Weise zu beweisen, die keine andere Gemeinschaft leisten muss.